Alarmanlage im Schrebergarten

Zuletzt aktualisiert am 20.09.2021 von Kieler Jung

Kleingartenanlagen sind bei Einbrechern beliebte Reviere. Gerade in der dunklen Jahreszeit vermuten sie hier leichte Beute, weil die Gärten oft Wochen lang von ihren Eigentümern nicht mehr besucht werden.

Auch wenn sich vermuten ließe, dass niemand das Familiensilber oder die wertvolle Briefmarkensammlung in der Gartenlaube aufbewahrt, erhofft der eine oder andere Langfinger irgendetwas zu ergattern, was sich dann zu Geld machen lässt. Oder es sind organisierte Banden, die es gezielt auf Buntmetalle abgesehen haben.

Oft übersteigt dabei der angerichtete Schaden den Wert der entwendeten Gegenstände.


Schutz gegen Einbruch und Vandalismus

Was kann ich also tun, um meinen Kleingarten zu schützen? Wie ein altes Sprichwort besagt, macht Gelegenheit Diebe. Und Gelegenheiten gibt es viele.

Zum Beispiel sehen Diebe herumliegende Gegenstände und ein nicht verschlossenes Gartentor als Einladung an. Letzteres ist für viele Versicherungen ein Grund, keinen Schadenersatz zu leisten.

Auch wenn es ein leichtes wäre, die Gartentür zu überklettern: Ein Schloss signalisiert eindeutig, dass der Zutritt verboten ist. Steht die Tür offen, gilt es möglicherweise nicht als Einbruch.

Alarmanlage im Schrebergarten
Gartenlaube in einer Winternacht – eine Alarmanlage im Schrebergarten schützt

Wie kann man Einbrecher abschrecken

Einbrecher möchten ihr Werk möglichst ungestört verrichten. Dabei möchten sie keine Zeit verschwenden und möglichst schnell wieder verschwinden. Licht und Lärm meiden sie wie der Teufel das Weihwasser.

Ein Bewegungsmelder, der ein Licht einschaltet, weist den Einbrecher schon darauf hin, dass hier Vorkehrungen getroffen wurden. Ein etwas intelligenterer Kleinkrimineller würde zunächst einmal um die Gartenlaube herum gehen, um einen möglichst günstigen Einstieg zu finden.

Wenn er an den Fenstern Glasbruchmelder findet oder Aufkleber mit der Aufschrift „alarmgesichert“, muss er sich entscheiden, ob er das Risiko eingehen will.

Selbstverständlich sind solide Türen und Fenster Grundvoraussetzung.

Sie dürfen auf Ihrem Grundstück so viele Überwachungskameras installieren, wie Sie möchten. Allerdings wertet die deutsche Rechtsprechung das Persönlichkeitsrecht des potenziellen Einbrechers höher als Ihr Eigentum. Sie müssen also mit Schildern darauf hinweisen, dass dieser Bereich videoüberwacht ist.

Alarmanlagen für die Gartenlaube

Eine Alarmanlage im Schrebergarten ist immer eine gute Idee. Leider sind die weitaus meisten Kleingartenanlagen nicht mit elektrischem Strom aus der Steckdose gesegnet. Abhilfe schafft hier Solarstrom in der Gartenlaube.

Wird ein Alarm ausgelöst, ertönt eine Sirene, je nach Ausstattung und Programmierung wird eine SMS nacheinander an mehrere Rufnummern gesendet.

Leider wird der Alarm erst ausgelöst, nachdem in einen Schutzbereich eingedrungen wurde. Jedoch wird durch die lärmende Sirene oft ein noch größerer Schaden verhindert.

Alarmanlage im Schrebergarten
Nach Auslösen der Alarmanlage verschwand der Einbrecher. Der Schaden hielt sich in Grenzen

Bei manchen Laubenbesitzern hat sich die Ansicht verbreitet, ein sichtbarer Schutz würde den Einbrechern signalisieren, „dass es etwas zu holen gibt“. Sie lassen die Tür offen stehen und hoffen auf Nachsicht.

Aber das ist der falsche Weg. Der beste Schutz gegen Einbruch und Vandalismus ist eine gut funktionierende Nachbarschaft sprich Gartengemeinschaft. Oft werden Kleingartenanlagen schon vorher ausgekundet. Wird hier „Leben“ in der Anlage festgestellt, verringert das die Erfolgsaussichten für Einbrecher.

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Laubenversicherung

Die Hausratversicherung deckt den Schaden in einem Schrebergarten nicht. Hierfür gibt es spezielle Versicherungspolicen. Oft bietet der Kleingartenverein eine solche an, Gruppentarife sind in der Regel günstiger. Einfach beim Vorstand nachfragen.

Ansonsten hilft hier die Internetrecherche. Einfach nach Laubenversicherung oder Kleingartenversicherung suchen. Eine solche Versicherung gibt es ab etwa 40 Euro aufwärts.

Bitte genau auf das Kleingedruckte achten, denn häufig werden nur Gärten versichert, die mit dem Bundeskleingartengesetz regelkonform sind, was die Größe der Bauten und deren Einrichtung anbelangt.

Alarmanlage im Schrebergarten
Diese (nicht mehr erhältliche) Alarmanlage tut seit mehr als einem Jahrzehnt ihren Dienst.

Fazit

Es ist kein gutes Gefühl, durch Einbrecher geschädigt zu werden und es kann sogar traumatisieren. Man kann den Schaden eingrenzen oder verhindern, wenn man entsprechende Maßnahmen ergreift.

Ein solarbetriebener Bewegungsmelder oder eine GSM-Alarmanlage sind geeignete Maßnahmen und jedenfalls besser, als nichts zu unternehmen.

Auch wenn man denkt, es gibt ja nichts zu holen: Der durch Vandalismus angerichtete Schaden kann schon einmal vierstellig werden. Wenn man dann keine Versicherung hat oder die Versicherung einen Schadenersatz wegen grober Fahrlässigkeit ablehnt, ist der Ärger vorprogrammiert.

Das gilt auch, wenn Schlüssel unter der Fußmatte oder dem Blumenkübel deponiert werden. Gartenlauben-Einbrecher zählen zwar nicht zu den hellsten Kerzen auf der Torte, aber ganz blöd sind sie auch nicht.

Moderne Alarmanlagen kann man mit 12 Volt einer Autobatterie oder mit wieder aufladbaren Akkus betreiben. Meist kommen sie mit einer App-Steuerung und sind mit dem Handy fernbedienbar.

Was tun Sie, um Ihren Garten und das Eigentum darin zu schützen?

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