Gartenkalender | Was ist zu tun im Juli?

Zuletzt aktualisiert am 05.07.2021 von Kieler Jung


Rasen

Besonders jetzt wächst der Rasen sehr schnell und erfordert einen regelmäßigen Schnitt. Die Schnitthöhe des Rasenmähers sollte jetzt auf der vierten oder fünften Stufe stehen. Mäht man zu kurz, besteht die Gefahr des Austrocknens. Bei Trockenheit den Rasen nach dem Schnitt am darauf folgenden Abend gründlich wässern.

Bäume und Sträucher

Zierhecken und -büsche sollten bei Trockenheit gut bewässert werden. Für eine Flüssigdüngung sind sie dankbar. Kletterpflanzen müssen richtig in Form gezogen und lose Neutriebe befestigt werden. Nadelgehölze und Hecken erhalten durch Schnitt ihre Form. Nach der Blüte des Ginsters die Triebe auf zwei Drittel zurückschneiden.

Blumengarten

Astilben und Heidepflanzen sind bei Trockenheit dankbar für eine reichliche Wassergabe. An den abgeblühten Stauden die Samenstände entfernen, damit sie ihre Energie für die nächste Blüte besser speichern können.

Wer große und starke Chrysanthemenbüten möchte, muß jetzt die Seitentriebe reduzieren. Schwertlilien dürfen jetzt geteilt und neu verpflanzt werden. Insgesamt kann man verblühte Stauden die nicht zur Samengewinnung vorgesehen sind, bodennah abschneiden.

Ansonsten sollte man nicht vergessen Samen für die nächste Blühsaison zu sammeln. Speziell Stiefmütterchensamen kann man jetzt aussäen für das nächste Jahr.

Gartenkalender | Was ist zu tun im Juli?
Die schönste Zeit des Jahres

Zwei- und mehrjährige Pflanzen können jetzt ausgesät werden. Bereits jetzt aufgegangene Pflänzchen werden pikiert und wenn sie stark genug sind, an Ort und Stelle verpflanzt werden.

Zu dicht stehende Nelkenknospen sind zu vereinzeln.

Die im Mai/ Juni produzierten Stecklinge und Senker können jetzt an Ort und Stelle verpflanzt werden.

Bodendecker müssen in Form gebracht werden, damit sie nicht von innen heraus verkahlen oder andere Nachbarpflanzen überwuchern.

Die zum Trocknen gedachten Blumen und Kräuter werden jetzt geschnitten. Für den Trocknungsrozess werden sie an einem dunklen, trockenen und luftigen Ort locker aufgehangen oder auf feine Siebkonstruktionen gelegt.

Verblühte Rosenblüten der Floribundarose und der Teehybridrosen werden jetzt bis auf das nächstliegende schlafende Auge abgeschnitten. Damit die Rosen gesund und kräftig die Sommerperiode überstehen, müssen jetzt, wenn nötig, Blattläuse und Mehltau bekämpft werden.

Obstgarten

Reifende Früchte sollten fünf bis sechs Tage vor der Vollreife am frühen Morgen vorsichtig geerntet werden. Denn dann entwickeln sie einen noch besseren Geschmack.

Überladene Fruchtzweige müssen gestützt, bzw. schwächere Zweige hochgebunden werden. Unreifes, herunter gefallenes Obst sollte eingesammelt und vernichtet werden, um Schadinsekten abzuwehren. Die Erde der Baumscheiben muss oberflächlich feucht und locker gehalten, und das Unkraut beseitigt werden. Für eine Flüssigdüngung ist der Obstbaum nach der Ernte sehr dankbar.

Direkt nach der Ernte des Steinobstes sollte der Baum ausgelichtet werden.

Wurzelschösslinge und Stammausschläge sollten beseitigt werden. Zwergobstbäume werden regelmäßig entspitzt.

Der Weinstock wird weiterhin entgeizt und brauchbare lose Triebe fest gebunden. Auch sollte man kontrollieren, das die Rebe für den Reifungsprozess genügend Sonne ab bekommt.

Von den Fruchttragenden Sträuchern kann man jetzt Ableger gewinnen.

Von den Erdbeerpflanzen werden die bewurzelten Absenker getrennt und nach der Ernte die alten Blätter der Mutterpflanze abgeschnitten.

Die abgetragenen Ruten der Himbeere werden direkt über den Boden abgeschnitten um der Rutenkrankheit vorzubeugen.

Blattläuse und Raupen der Stachelbeerblattwespe müssen bekämpft werden. Beim Stein- und Kernobst müssen die Gespinste der Goldafterraupen und Gespinstmotte entfernt werden.

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Gemüsegarten

Jetzt kann man noch Spinat, Endivien, Rettich, Kopfsalat, Salatherzen, Radieschen, Kohlrabi, Knollenfenchel, und Buschbohnen für die Herbsternte aussäen. Auch die Freilandpetersilien kann jetzt letztmalig aus gesät werden.

Spargelbeete werden nach der Ernte jetzt gedüngt und flach umgegraben.

Perlzwiebeln werden jetzt geerntet und luftig trocken aufbewahrt.

Zimmer- und Balkongarten

Die Pflanzen müssen vor zu starker Sonneneinstrahlung und Austrocknung geschützt werden. Morgens und abends sollten sie regelmäßig bei Bedarf gegossen werden. Verblühtes und Verwelktes entfernen und einmal in der Woche für eine perfekte Blüten- bzw. Blätterpracht mit geeignetem Flüssigdünger düngen.

Lohn der Arbeit: die Ernte

Sonstiges

Wenn es regnet, unbedingt das Wasser in Tonnen auffangen, um den Verbrauch der im Sommer meist knappen Wasserressourcen an Trinkwasser so gering wie möglich zu halten.

Bei großer Trockenheit den Vögeln, Igeln und anderen Nützlingen eine Möglichkeit zum Trinken und Baden bieten.

Sollten sich ungefragt Hummeln irgendwo eingenistet haben, bitte nicht die Nester vernichten. Hummeln sind harmlos und keineswegs aggressiv, solange man sie nicht stört. Im Spätherbst wandert die Hummelkönigin aus und sucht sich ein Überwinterungsquartier, während ihr Volk stirbt. Erst dann kann man das Nest beseitigen.

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