Gartenkalender | Was ist zu tun im Juni?

Rasen

Beim Rasen mähen sollten jetzt die Messer etwas höher gesetzt werden, damit die Grashalme sich gegenseitig Schatten spenden können und weniger schnell austrocknen.

Bei zu langer Trockenzeit sollte der Rasen einmal pro Woche am besten in den späten Abendstunden gründlich gewässert werden.

Die Sommerdüngung des Rasens sollte einen hohen Stickstoffanteil beinhalten.

Bäume und Sträucher

Die Brutzeit neigt sich dem Ende zu und die Hecken haben immer weniger Bewohner. Wenn sie vollständig verlassen sind, ist jetzt die beste Zeit die Sträucher und Hecken wieder in Form zu bringen. Wer einen besonderen Lieblingsbusch hat, kann jetzt die günstige Gelegenheit nutzen, seinen Lieblingsbusch mit Absenkern zu vermehren.

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Überwinterungspflanzen

Zwiebel- und Knollengewächse nimmt man jetzt, nach dem das Laub vergilbt ist, aus der Erde und lässt sie an einem luftigen, trockenen und schattigen Ort trocknen. Danach werden sie in einem dunklen und trockenen Raum eingelagert.

Obstgarten

Fruchttragende Bäume sollten regelmäßig gegossen und können mit gekauften Flüssigdünger gedüngt werden. Besser und günstiger ist es allerdings, den Flüssigdünger selbst herzustellen. Beispielsweise Brenneseljauche.

Nach dem Junifruchtfall können Kernobstbäume ausgedünnt werden. Von Juni bis Juli kann der „Juniriss“ vorgenommen werden. Soll heißen, alle erkennbaren Wasserschosser können ausgerissen werden. Aber auch sonstige Nebentriebe und überflüssige Zweige können entfernt werden. Bei überladenen Fruchtzweigen muß ein Teil der Früchte entfernt werden. Sollten Raupen und Läuse überhand nehmen, muß man jetzt dringend handeln.

Die Baumscheiben hacken, vom Unkraut befreien und mit Grasschnitt mulchen um die Erde besser feucht halten zu können.

Nester der Gespinstmotte an Kern- und Steinobstbäumen beseitigen.

Zeigen sich an den Zweigen der Sauerkirschen Anzeichen von Moniliafäule, muß man radikal bis in das gesunde Holz zurück schneiden und im Hausmüll entfernen oder verbrennen. Keinesfalls im Kompost entsorgen.

Weinstöcke müssen jetzt regelmäßig entgeizt werden, unnütze Triebe entfernen und die Zuchtrute ein Blatt über der Rebe gekappt werden.

Erdbeeren müssen jetzt sauber gehalten und regelmäßig gepflückt werden.

Gemüsegarten

Tomaten werden regelmäßig aus gegeizt und hoch gebunden. Die Geiztriebe können zwischen Kohlpflanzen gelegt werden, um die Eiablage des Kohlweißlings zu verhindern. Um die Blüten der Tomatenpflanze zu befruchten, sollte man sie vorsichtig schütteln. Ganz Pfiffige benutzen dafür eine vibrierende Zahnbürste, die sie an die Blüte halten.

Bei allen Bohnen Blattläuse bekämpfen. Das geht am besten, wenn man Bohnenkraut dazwischen pflanzt. Oder mit schwarzem Tee.

An den Kastengurken muß das sechste oder achte Blatt entspitzt werden um den Ertrag der Pflanze zu erhöhen.

Alle Kohlsorten für den Winterbedarf müssen bis Ende Juni ausgepflanzt sein.

Gemüsegarten im Juni
Gemüsegarten im Juni

Rettich, Möhren, Buschbohnen, Salat, Radieschen, Frühkohlrabi und Endivien können nochmal ausgesät werden.

Erbsen, Bohnen, Kartoffeln und Kohlpflanzen müssen angehäufelt werden.

Wenn man den Porree anhäufelt, bildet er einen verlängerten schönen weißen und zarten Schaft.

Bildet der Blumenkohl sein Röschen, müssen sofort die Seitenblätter über dem Röschen zusammen gebunden werden. Damit verhindert man, das das Röschen sich dunkel färbt und unansehnlich wird.

Zu dicht stehende Wurzelgemüse wie Möhre und Pastinake müssen verzogen werden und die Beete öfters gelockert werden.

Gemüsebeete in den späten Abendstunden mit Flüssigdünger versorgen. Bei Trockenheit entweder in den frühen Morgenstunden oder in den späten Abendstunden gießen, damit die Sonne die Blätter nicht verbrennt. Ein Wassertropfen auf einem Blatt wirkt wie eine Glaslinse.

Küchenkräuter wie Dill und Kerbel können jetzt satzweise im Freiland ausgesät werden.

Am 24. Juni (Johannistag) wird die Grünspargel- und Rhabarberernte beendet, damit man auch im kommenden Jahr noch prächtige Gemüse ernten kann.

Blumengarten

Die Rosen müssen vom Ungeziefer frei gehalten werden. Verblühte Rosen mit den zwei darunter liegenden Blättern abschneiden. Wildtriebe müssen abgeschnitten oder ausgerissen werden.

Frühjahrsblumenbeete werden jetzt abgeräumt und neu bepflanzt. Bei den Dahlien lässt man die kräftigsten Triebe stehen und schützt sie vor Schnecken.

Die Bartiris jetzt stützen, und nach der Blüte wird der Stiel abgeschnitten.

Spätsommerblüher wie Korn- und Mohnblumen, Schleifenblime können jetzt ausgesät werden.

Hohe Stauden wie Malven, Gladiolen werden jetzt an Stäben befestigt. Auch die Aussaat der Staudenpflanzen für das nächste Jahr wie Winterlevkojen, Goldlack usw. werden jetzt ausgesät.

Blütenpracht im Juni

Die weitere Pflee der Blumenbeete besteht aus jäten, ausschneiden, Lücken ergänzen, Samen sammeln und gießen.

Rittersporn, Lupinen und Sommersalbei blühen noch einmal prächtig, wenn man sie gleich nach der ersten Blüte nocheinmal bodennah abschneidet und düngt.

Zimmer- und Balkonpflanzen

Durch die größere Hitze brauchen die Pflanzen mehr Wasser. Deshalb sollte man morgens und abends mit abgestandenen Wasser gießen. Ist die Sonneneinstrahlung zu stark, müssen die Pflanzen beschattet werden. Stark wachsende Pflanzen können umgetopft werden. die zimmer- und Balkonblumen sind für eine wöchentliche Düngung sehr dankbar.

Sonstige Arbeiten

Kompost mit Jaucheabfällen füttern und umsetzen.

Zur Vorbeugung von Pilzbefall, Insektenabwehr und Düngung werden Jauchen, Brühen und Tees hergestellt.

An den Bäumen werden Klebestreifen angebracht um die Symbiose zwischen Ameise und Laus zu trennen oder auch dem Apfelwickler zu bekämpfen.

Schnecken müssen täglich früh und abends rigoros abgesammelt werde um die Ernte zu sichern.

Maulwurf sollte mit Lebendfalle gefangen werden und woanders ausgesetzt werden.

Alle Wege müssen von Unkraut, Moosen und Dreck befreit werden.

Kissen- bzw. Fadenalgen müssen vorsichtig am besten mit einem Rechen aus dem Teich entfernt werden. Ebenso abgestorbene Pflanzenteile, damit das ökologische Gleichgewicht im Teich nicht kippt und die darin lebenden Bewohner sterben.

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