Gartenkalender | Was ist zu tun im November?

Zuletzt aktualisiert am 04.11.2021 von Kieler Jung


Rasen

Wenn am Anfang des Monats das Wetter noch mild ist, dann kann der Rasen noch ein letztes Mal gemäht werden. Der Rasen kann gekalkt und mit einer dünnen Kompostschicht versehen werden.

Jedoch sollte man bis zum vollständigen Laubfall abwarten und ihn bis dahin regelmäßig vom Laub befreien.

Bäume und Sträucher

Bevor der Frost eintritt, müssen Rhododendren und andere immergrüne Gehölze noch einmal intensiv gewässert werden und eventuell der Wurzelbereich mit Deckreisig oder Laub geschützt werden.

Die Hecken kann man mit Laub schützen und schafft damit zugleich Schutzräume für Igel und viele nützliche Insekten.

Immergrüne Gehölze wie zum Beispiel der Lebensbaum etwas zusammenbinden, damit bei Schneefall nicht die Äste durch das Gewicht abbrechen.

Obstgarten

Die Mulchschichten müssen von den Baumscheiben der Obstbäume abgeräumt und der Boden nocheinmal gelockert werden. Auch eine Düngergabe kann nicht schaden.

Manschetten und Leimringe am Stamm und Pfahl der Obstbäume kontrollieren und gegebenenfalls erneuern, um das Aufkriechen von Schädlingen zu verhindern.

Falls noch nicht geschehen, die Obstbäume mit einem Kalkanstrich am Stamm versehen, damit sie vor Frostrissen geschützt werden und der Wildverbiss etwas eingedämmt wird. Der bittere Geschmack hält das Wild meistens fern. Dennoch sollten vor allem junge Bäume mit einer Manschette vor Wildverbiss zusätzlich geschützt werden.

Weinstöcke können jetzt beschnitten und gedüngt werden. Wenn nötig sollten sie mit Reisig oder anderem Material vor zu starken Frösten geschützt werden.

Beerensträucher können ausgelichtet werden. Schlechtes Holz muß ernfernt und zu lange Triebe beschnitten werden. Für eine Bodenlockerung und ausgebrachten Dünger sind sie dankbar.

Himbeeren können nach dem Schnitt leicht gemulcht werden, jedoch sollte man von Stroh und Rindenmulch Abstand nehmen, da sie die Kälte konservieren und damit einen frühen Austrieb verhindern.

Johannisbeeren, Stachel- und Jostabeeren können jetzt durch Stecklinge vermehrt werden.

Auch die Erdbeeren freuen sich, wenn man ihnen noch einmal eine Düngung aus verrotteten Stallmist oder Pellets zukommen lässt.

Gartenkalender | Was ist zu tun im November?
Auch im November gibt es jede Menge zu tun

Gemüsegarten

Das Umgraben, bzw. lockern und düngen der leer gewordenen Gartenbeete kann weiter fortgesetzt werden.

In kalten Kästen gezogene Setzlinge können bei milden Wetter verlüftet werden, ansonsten sollten sie mit Reisig und vor Mäusen geschützt werden.

Bei frostfreien und trockenem Wetter können immer noch Wurzelgemüse geerntet bzw. eingemietet werden.

Chinakohl, Schwarzwurzel, Porree, Rosenkohl, Grünkohl können weiterhin geerntet werden. Der Chicorée wird jetzt satzweise zum Treiben vorbereitet.

Blumengarten

Junge Hochstammrosen werden vorsichtig niedergebogen und die Krone mit Erde bedeckt. Ältere Rosenstämme lassen wir aufrecht stehen und umhüllen die Krone mit atmunsaktiven Material wie zum Beispiel einem Jutesack. Der Wurzelbereich kann angehäufelt werden.

Auch alle anderen Rosenarten sollten im Wurzelbereich angehäufelt oder mit Laub und Reisig geschützt werden.

Jetzt im Spätherbst ist auch die Pflanzzeit für neue Rosen und das Angebot entsprechend groß. Aber auch durch Stecklinge und absenkern kann man neue Rosen selbst gewinnen. Vorallem bei Wildrosen und alten Rosensorten klappt das Absenkern besonders gut.

Im November hat der Boden die ideale Temperatur, um Lilien (außer Madonnenlilien) um- oder einzupflanzen.

Nach neueren Erkenntnissen sollte man verblühte Stauden gar nicht schneiden, bzw. sie nur ein wenig einkürzen und ihren Wurzelbereich locker mit Laub oder Reisig abdecken.

Damit Christrosen früher blühen, können sie jetzt mit einer Plastikhaube versehen werden.

Dahlienknollen und auch andere nicht frostfeste Knollen, sowie Rhizome von Blumenrohr werden vorsichtig aus der Erde gehoben und trocken und frostfrei eingelagert.

Waldreben wie Clematis werden am Fuß mit Laub oder Reisig bedeckt.

Wenn noch nicht erfolgt, ist es jetzt höchste Zeit die frostempfindlichen Pflanzen zur Überwinterung in geeignete Räume zu bringen.

Pampasgras sollte man zusammen binden, den Schopf drehen und mit einem Stein oder etwas anderem am Boden fixieren. Das schützt das Herz der Pflanze wie ein Reetdach. Wem das nicht reicht, der stülpe dem Ganzem noch einen Jutesack über.

Gräser werden erst im Frühjahr zurückgeschnitten.

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Zimmergarten

Regelmäßiges Lüften lässt auch die Zimmerpflanzen aufatmen. Ab jetzt werden sie nur mäßig gegossen, aber um der trockenen Luft und dem Spinnmilbenbefall zuvorzukommen, regelmäßig mit Wasser abgesprüht.

Gerade zur Weihnachtszeit gibt es beliebte Zwiebel- und Knollengewächse die man zum Blühen vortreiben kann. Damit kann man jetzt beginnen.

Zur Verfrühung von Frühjahrsblühern kann man die in Töpfe gesetzten Zwiebeln der Tulpen, Hyazinthen und Narzissen feucht halten, aber noch kühl stellen.

Nach einigen Frösten kann man jetzt „Barbarazweige“ sich ins Haus holen. Die Fröste sind deshalb wichtig, damit der Zweig auch viele Blüten entwickelt.

Geeignet hierfür sind die Zweige der Kornelkirsche, Apfel, Mandel, gefüllter Schneeball, Zierkirsche und Zierpflaume. Man schneidet die Zweige, stellt sie bei ca. 20 Grad Raumtemperatur in handwarmes Wasser. Alle 3-4 Tage wird das Wasser erneuert. Dann sollte zum Barbaratag um den 4. Dezember der Zweig in voller Blüte stehen.

Sonstige Arbeiten

Um die Bodenfauna zu beleben, sollte man jetzt die Erde mit kohlensauren Kalk bestreuen. Rhododendron, Heide und andere Säure liebenden Gewächse ausgeschlossen.

Terrakotta- und Tonkübel vor dem Frost einlagern. Gartenmöbel säubern und in einen geschützten Raum bringen.

Solarduschen, wenn nicht schon geschehen, spätestens jetzt vor dem ersten Frost entleeren und einlagern.

Wasserhähne abbauen. Wasserleitungen vor Frost schützen.

Wassertonnen leeren und abdecken oder umdrehen, damit sie nicht zu tödlichen Falle von Tieren werden. Das gilt auch für Gießkannen und diversen Eimern.

Gartengeräte säubern, Roststellen entfernen und ölen.

Vogelkästen säubern und wieder aufhängen. So mancher Vogel sucht nachts darin Schutz. Futterkästen bestücken und Futtervorrat zum nachfüllen bereit stellen.

Kompost umsetzen und Schneckeneier unschädlich machen.

Wege frei halten und bei Bedarf nach Eisregen, Frost oder Schnee streuen.

Dachrinnen vom Laub befreien.

Den Gartenteich mit einem Eisfreihalter bestücken, damit die im Wasser lebenden Tiere bei einer geschlossenen Eisdecke nicht ersticken müssen.

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