Wildblumenwiese – ein Paradies für Insekten

Unser Schrebergarten ist wieder um eine Attraktion reicher. Jedenfalls sehen die Bienen das so. Die Hummeln vergnügen sich derweil am Lavendel. Wovon ich rede? Von den drei Wildblumeninseln, die wir geschaffen haben. Eigentlich schon letztes Jahr, aber das werte ich mal als Fehlversuch. Ich erzähle mal der Reihe nach. Unsere Doppelparzelle ist mit etwas unter 1000 Quadratmetern schon eher groß. Das wäre als Gemüsegarten zu viel des Guten. Also ist ein großer Teil die Obstabteilung geworden mit selbst gepflanzten Bäumen und darunter Wiese. Das war beim Mähen immer ein Gewürge um die Bäume drum herum.

Die Lösung war, immer drei Bäume zu einem Dreieck zusammen zu fassen und in diesem Dreieck die Wiese zu eliminieren. Staudenbeete haben wir schon genug, auch andere Bereiche mit Bodendeckern, da blieb fast nur noch ein Wildblumenbeet. Im ersten Versuch habe ich die entsprechenden Bereiche einfach nur vertikutiert und Samen drauf verteilt. Der Erfolg war mäßig, ein paar vereinzelte Kornblümchen hier und da und das wars.

Wildblumenwiese
Grasinsel

Eine Wildblumenwiese stellt andere Anfordeungen an den Boden als Rasen

Dieses Jahr (2020) habe ich auch vertikutiert, aber danach umgegraben. Damit ist das Gras zwar nicht restlos verschwunden, aber immerhin stark dezimiert. Wildblumen wachsen auf magerem, ungedüngtem Boden. Daher sollte der Platz, wo sie entstehen soll, ausgemagert sein. Da hilft einmal die Zeit, oder für Eilige das Untermischen von Sand in den aufgeharkten Boden. Es kann je nach Saatgut, Temperatur und Regenhäufigkeit etwas dauern, bis sich Ergebnisse zeigen. Bis zum Aufkeimen sollte die Fläche auf jeden Fall feucht gehalten werden. Der Standort sollte von sonnig bis halbschattig sein.

Anzeige*

Blütenpracht

Das Ergebnis ist eine Blütenpracht sondergleichen. Man kann lange vor so einer Wildblumenwiese verweilen, der Blick wird hinein gezogen und man entdeckt immer wieder Neues. Es gibt Kornblumen, Ringelblumen, Klatschmohn, Sonnenblume, Sonnenhut, Wilde Möhre – die Liste ist lang.

Die Vielfalt ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen, aber in der Farbzusammensetzung unterscheiden sie sich schon, die drei Inseln. Wenn sie verblüht sind, lasse ich sie noch eine Weile stehen, damit die Blumen aussamen können. Und mich und die Bienen dann aufs Neue erfreuen können.

Auf jeden Fall stellen diese Blumeninseln eine Bereicherung dar. Beim NABU gibt es noch mehr Wissenswertes.

1 Kommentar zu „Wildblumenwiese – ein Paradies für Insekten“

  1. Pingback: Kleingarten pachten - worauf achten?

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Plugin Kapsule Corp

Scroll to Top